HEALTH FACTORS

Gesundheit im Zusammenhang
betrachten.

Mundgesundheit ist Teil der allgemeinen Gesundheit. Erkrankungen, Medikamente und individuelle Faktoren können Einfluss darauf haben, wie Zähne und Zahnfleisch auf eine Behandlung reagieren und wie gut

sie heilen.

 

Deshalb fragen wir Sie nach mehr als nach Ihren Zähnen. Diese

gesundheitlichen Faktoren nennen wir Health Factors.

Mundgesundheit ist Teil der allgemeinen Gesundheit. Erkrankungen, Medikamente und individuelle Faktoren können Einfluss darauf haben, wie Zähne und Zahnfleisch auf eine Behandlung reagieren und wie gut sie heilen.

 

Deshalb fragen wir Sie nach mehr als nach Ihren Zähnen. Diese gesundheitlichen Faktoren nennen wir Health Factors.

Was das für
Sie bedeutet.

Ihre Betreuung richtet sich nach Ihrem Bedarf.

Zwei Menschen mit demselben Befund brauchen nicht dieselben

Abstände zwischen den Terminen. Wer einen Faktor mitbringt, der

die Zahngesundheit belastet, wird enger begleitet.

Vor einem Eingriff wissen wir, worauf zu achten ist.

Manche Medikamente verändern die Blutgerinnung oder die

Knochenheilung. Wenn wir das vorher wissen, planen wir

entsprechend.

Sie bekommen eine realistische Einschätzung.

Was langfristig zu erwarten ist, hängt nicht nur vom Befund ab,

sondern auch von Ihrer gesundheitlichen Situation.

Was das für
Sie bedeutet.

Ihre Betreuung richtet sich nach Ihrem Bedarf.

Zwei Menschen mit demselben Befund brauchen nicht dieselben

Abstände zwischen den Terminen. Wer einen Faktor mitbringt, der

die Zahngesundheit belastet, wird enger begleitet.

Vor einem Eingriff wissen wir, worauf zu achten ist.

Manche Medikamente verändern die Blutgerinnung oder die

Knochenheilung. Wenn wir das vorher wissen, planen wir

entsprechend.

Sie bekommen eine realistische Einschätzung.

Was langfristig zu erwarten ist, hängt nicht nur vom Befund ab,

sondern auch von Ihrer gesundheitlichen Situation.

Was für uns von Bedeutung ist

Grundlage ist Ihre medizinische Anamnese beim ersten Termin.

Je nach Situation ergänzen wir sie später um klinische Befunde und weitere Untersuchungen.

So entsteht Schritt für Schritt ein Bild, das wir über die Jahre fortschreiben.

Ihre Medikamente

Manche Medikamente wirken sich auf Mundgesundheit oder Behandlung aus. Das betrifft vor allem Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen, den Knochenstoffwechsel verändern, den Speichelfluss verringern oder das Zahnfleisch verändern können.

Ihre Mithilfe:

Bringen Sie zum ersten Termin bitte eine Liste Ihrer Medikamente mit, oder machen Sie ein Foto der Packungen. Das genügt uns.

Entscheidend ist nicht allein, ob Sie ein Medikament einnehmen, sondern was es im Zusammenhang mit Ihrer Behandlung bedeutet. Das besprechen wir mit Ihnen.

Bitte ändern oder beenden Sie die Einnahme eines Medikaments niemals ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Worauf wir uns stützen

Die Zusammenhänge zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit sind gut untersucht.

Am besten belegt sind die Wechselwirkungen mit Diabetes mellitus und mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

 

Wir orientieren uns an internationalen Konsensusberichten und evidenzbasierten Leitlinien. Dabei unterscheiden wir zwischen gut belegten Zusammenhängen und Themen, deren Forschungslage sich noch entwickelt. Ein nachgewiesener Zusammenhang bedeutet nicht automatisch, dass das eine das andere verursacht.

Gerinnungshemmende Medikamente

Antikoagulanzien wie Apixaban, Rivaroxaban, Dabigatran oder Phenprocoumon.

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure oder Clopidogrel.

Antiresorptive Medikamente

Bisphosphonate, beispielsweise Alendronsäure oder Zoledronsäure, sowie Denosumab.

Medikamente, die Mundtrockenheit begünstigen können

Beispielsweise Antidepressiva, Psychopharmaka, Anticholinergika, Diuretika und Antihistaminika.

Medikamente, die Veränderungen des Zahnfleisches begünstigen können

Beispielsweise Calciumkanalblocker, Immunsuppressiva und Antiepileptika.

 

Das individuelle Vorgehen richtet sich nach dem jeweiligen Medikament, der

zugrunde liegenden Erkrankung und der geplanten Behandlung.

Parodontitis und allgemeine Gesundheit

Internationale Konsensusberichte beschreiben belegte Zusammenhänge zwischen Parodontitis und verschiedenen Allgemeinerkrankungen. Die aktuelle Forschung betont die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Allgemeinmedizin.

Diabetes mellitus

Die Wechselwirkungen mit Parodontitis gehören zu den am besten untersuchten Zusammenhängen überhaupt. Sie wirken in beide Richtungen: Eine schlechte Blutzuckereinstellung belastet das Zahnfleisch, und eine unbehandelte Parodontitis erschwert die Stoffwechseleinstellung.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hier sind Zusammenhänge dokumentiert, unter anderem über gemeinsame Risikofaktoren und Entzündungsprozesse. Die derzeitige Evidenz erlaubt jedoch keine pauschale Aussage, dass Parodontitis Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht.

Medikamente

Für gerinnungshemmende und antiresorptive Medikamente bestehen evidenzbasierte Empfehlungen zu Diagnostik, Planung und zahnärztlichem Vorgehen.

Rauchen und Nikotinkonsum

Rauchen zählt zu den gut belegten Risikofaktoren für Parodontitis. Der Einfluss von E-Zigaretten wird derzeit intensiv untersucht, die Forschungslage entwickelt sich weiter.

Mundtrockenheit

Speichel schützt Zähne und Mundschleimhaut. Die Literatur unterscheidet zwischen dem subjektiven Trockenheitsgefühl und einem objektiv verminderten Speichelfluss. Beide können unterschiedliche Ursachen haben.

 

Neue Erkenntnisse können bestehende Empfehlungen bestätigen, ergänzen oder verändern. Wissenschaftliche Erkenntnisse ersetzen keine individuelle zahnmedizinische Beratung.

Literaturliste Health Factors

Vollständige Literatur

Die folgende Auswahl umfasst zentrale Konsensusberichte, evidenzbasierte Leitlinien, systematische Reviews und Metaanalysen zu den auf dieser Seite dargestellten Health Factors.

Parodontitis und allgemeine Gesundheit

Herrera D, Sanz M, Shapira L, et al. Association between periodontal diseases and cardiovascular diseases, diabetes and respiratory diseases: Consensus report of the Joint Workshop by the European Federation of Periodontology (EFP) and the European arm of the World Organization of Family Doctors (WONCA Europe). Journal of Clinical Periodontology. 2023;50(6):819-841. doi: 10.1111/jcpe.13807. PMID: 36935200.

Herrera D, Sanz M, Shapira L, et al. Periodontal diseases and cardiovascular diseases, diabetes, and respiratory diseases: Summary of the consensus report by the European Federation of Periodontology and WONCA Europe. European Journal of General Practice. 2024;30(1):2320120. doi: 10.1080/13814788.2024.2320120. PMID: 38511739.

Parodontitis und Diabetes mellitus

Sanz M, Ceriello A, Buysschaert M, et al. Scientific evidence on the links between periodontal diseases and diabetes: Consensus report and guidelines of the joint workshop on periodontal diseases and diabetes by the International Diabetes Federation and the European Federation of Periodontology. Journal of Clinical Periodontology. 2018;45(2):138-149. doi: 10.1111/jcpe.12808. PMID: 29280174.

Nascimento GG, Leite FRM, Vestergaard P, Scheutz F, López R. Does diabetes increase the risk of periodontitis? A systematic review and meta-regression analysis of longitudinal prospective studies. Acta Diabetologica. 2018;55(7):653-667. doi: 10.1007/s00592-018-1120-4. PMID: 29502214.

Herrera D, Sanz M, Shapira L, et al. Association between periodontal diseases and cardiovascular diseases, diabetes and respiratory diseases: Consensus report of the Joint Workshop by the European Federation of Periodontology (EFP) and the European arm of the World Organization of Family Doctors (WONCA Europe). Journal of Clinical Periodontology. 2023;50(6):819-841. doi: 10.1111/jcpe.13807. PMID: 36935200.

Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Sanz M, Marco del Castillo A, Jepsen S, et al. Periodontitis and cardiovascular diseases: Consensus report. Journal of Clinical Periodontology. 2020;47(3):268-288. doi: 10.1111/jcpe.13189. PMID: 32011025.

Herrera D, Sanz M, Shapira L, et al. Association between periodontal diseases and cardiovascular diseases, diabetes and respiratory diseases: Consensus report of the Joint Workshop by the European Federation of Periodontology (EFP) and the European arm of the World Organization of Family Doctors (WONCA Europe). Journal of Clinical Periodontology. 2023;50(6):819-841. doi: 10.1111/jcpe.13807. PMID: 36935200.

Gerinnungshemmende Medikamente und zahnärztliche Behandlung

Scottish Dental Clinical Effectiveness Programme (SDCEP). Management of Dental Patients Taking Anticoagulants or Antiplatelet Drugs. 2nd ed. Dundee: Scottish Dental Clinical Effectiveness Programme; März 2022.

Antiresorptive Medikamente und Kiefergesundheit

Ruggiero SL, Dodson TB, Aghaloo T, Carlson ER, Ward BB, Kademani D. American Association of Oral and Maxillofacial Surgeons' Position Paper on Medication-Related Osteonecrosis of the Jaws, 2022 Update. Journal of Oral and Maxillofacial Surgery. 2022;80(5):920-943. doi: 10.1016/j.joms.2022.02.008. PMID: 35300956.

Scottish Dental Clinical Effectiveness Programme (SDCEP). Oral Health Management of Patients at Risk of Medication-related Osteonecrosis of the Jaw. Dundee: Scottish Dental Clinical Effectiveness Programme; März 2017, geprüft und weiterhin gültig März 2024, mit Guidance Supplement März 2024.

Medikamente und Zahnfleischveränderungen

Murakami S, Mealey BL, Mariotti A, Chapple ILC. Dental plaque-induced gingival conditions. Journal of Periodontology. 2018;89(Suppl 1):S17-S27. doi: 10.1002/JPER.17-0095. PMID: 29926958.

Rauchen und Parodontitis

Leite FRM, Nascimento GG, Scheutz F, López R. Effect of smoking on periodontitis: A systematic review and meta-regression. American Journal of Preventive Medicine. 2018;54(6):831-841. doi: 10.1016/j.amepre.2018.02.014. PMID: 29656920.

Leite FRM, Nascimento GG, Baake S, Pedersen LD, Scheutz F, López R. Impact of smoking cessation on periodontitis: A systematic review and meta-analysis of prospective longitudinal observational and interventional studies. Nicotine & Tobacco Research. 2019;21(12):1600-1608. doi: 10.1093/ntr/nty147. PMID: 30011036.

E-Zigaretten und Vaping

Thiem DGE, Donkiewicz P, Rejaey R, Wiesmann-Imilowski N, Deschner J, Al-Nawas B, Kämmerer PW. The impact of electronic and conventional cigarettes on periodontal health: A systematic review and meta-analysis. Clinical Oral Investigations. 2023;27(9):4911-4928. doi: 10.1007/s00784-023-05162-4. PMID: 37526741.

Alkattan R, Tashkandi N, Mirdad A, Ali HT, Alshibani N, Allam E. Effects of electronic cigarettes on periodontal health: A systematic review and meta-analysis. International Dental Journal. 2025;75(3):2014-2024. doi: 10.1016/j.identj.2024.12.036. PMID: 39863518.

Medikamente und Mundtrockenheit

Wolff A, Joshi RK, Ekström J, et al. A guide to medications inducing salivary gland dysfunction, xerostomia, and subjective sialorrhea: A systematic review sponsored by the World Workshop on Oral Medicine VI. Drugs in R&D. 2017;17(1):1-28. doi: 10.1007/s40268-016-0153-9. PMID: 27853957.

Cannon I, Robinson-Barella A, McLellan G, Ramsay SE. From drugs to dry mouth: A systematic review exploring oral and psychological health conditions associated with dry mouth in older adults with polypharmacy. Drugs & Aging. 2023;40(4):307-316. doi: 10.1007/s40266-023-01017-5. PMID: 36943673.

Xerostomie, Hyposalivation und Speichelgesundheit

Pina GMS, Mota Carvalho R, Silva BSF, Almeida FT. Prevalence of hyposalivation in older people: A systematic review and meta-analysis. Gerodontology. 2020;37(4):317-331. doi: 10.1111/ger.12497. PMID: 32965067.

Mercadante V, Jensen SB, Smith DK, et al. Salivary gland hypofunction and/or xerostomia induced by nonsurgical cancer therapies: ISOO/MASCC/ASCO guideline. Journal of Clinical Oncology. 2021;39(25):2825-2843. doi: 10.1200/JCO.21.01208. PMID: 34283635.

Kohli D, Madhu N, Korczeniewska OA, Eliav T, Arany S. Association between medication-induced xerostomia and orofacial pain: A systematic review. Quintessence International. 2023;54(8):658-670. doi: 10.3290/j.qi.b4154345. PMID: 37305957.

Wissenschaftliche Einordnung

Die aufgeführten Arbeiten bilden eine kuratierte Auswahl des derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstandes zu den dargestellten Health Factors. Berücksichtigt wurden insbesondere internationale Konsensusberichte, evidenzbasierte Leitlinien, systematische Reviews und Metaanalysen.

Eine wissenschaftlich nachgewiesene Assoziation bedeutet nicht automatisch einen ursächlichen Zusammenhang. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen entwickeln sich mit neuen Forschungsergebnissen weiter und ersetzen keine individuelle medizinische oder zahnmedizinische Beurteilung.